Die Trennung

Du schließt die Tür vor meinem Herz,
Das klopfend in dein Leben wollte.
Und wo es wärmer werden sollte,
blieb nur die Kälte und der Schmerz.

Verblüfft steh‘ ich vor dieser Tür
Und bin zu stolz, um ungebeten
Ein fremdes Leben zu betreten,
Und kann nicht weg und nicht zu dir.

Mein Herz war lange obdachlos
Und glich dem blinden Vagabunden,
Mit einem Seil an dich gebunden,
Ertrug es eines Bettlers Los,

Mein Herz – ein Kind, naiv und dumm,
War hungrig und versucht zu stehlen
Das Feuer deiner müden Seele,
Doch kam es leider andersrum.

Mit einem Schatten im Gesicht
Und einer Handvoll von Almosen
Nun kehr‘ ich heim, wo meine Rosen
Mich lehren, dass die Nähe sticht.

2013